Wer seinen Eiweißriegel selbst macht weiß genau was drin ist. Genauso wie bei Müsliriegel müssen Eiweißriegel in Sachen Geschmack und vor allem Haltbarkeit vielen Ansprüchen entsprechen.

Eiweißriegel selbst zu machen ist ein bisschen schwieriger als Müsliriegel selbst zu machen. Auch die biologische Wertigkeit wird nicht immer an einen Fertigriegel herankommen, weil die Abstimmung der Eiweißkomponenten nie so genau vorgenommen werden kann. Aber es ist einen Versuch wert. Die größte Schwierigkeit ist die Konsistenz. Erst nach vielen Versuchen habe ich einen Riegel erhalten, der so kompakt ist, dass man ihn auch auf die Bergtour mitnehmen kann. Aber die Mühe hat sich gelohnt und ich bin gespannt auf das Feedback!

Ein kurzes Wort zu Theorie: Beim selbstgemachten Eiweißriegel benötige ich unterschiedliche Eiweißkomponenten wie Milch, Soja- oder Mandelmilch, Nüsse und Kerne, Samen, eiweißreiche Getreidesorten wie Quinoa oder Amaranth. Der Phantasie sind eigentlich keine Grenzen gesetzt. Dunkle Schokolade sorgt nicht nur für eine gute Konsistenz, sondern auch für mehr Geschmack und Süße.

Connys Eiweißriegel

1) Vegane Variante ohne Backen:

  • Haferflocken
  • Sojamilch oder Mandelmilch
  • 70% Schoko (oder höher)
  • Cashewkerne (alt. Nussmix oder Mandeln)
  • Gepoppter Amaranth oder Quinoa
  • Chia Samen
  • Geriebene gefrorene Zitrone
  • Evtl. etw. Kokosöl
  • Agavendicksaft
  • Evtl. Kokosflocken oder Trockenfrüchte

 

2) Connys Variante zum Backen:

  •         Süßlupinenmehl

 

Gekühlte Riegel:

  1. Haferflocken mit Sojamilch und Schokolade köcheln lassen bis eine sehr breiige Masse entsteht.
  2. Zerstoßene Cashewkerne oder Mandeln und alle weiteren Zutaten in beliebiger Menge zufügen. Je mehr Agavendicksaft man verwendet, desto mehr steigt der Kohlenhydrat-Anteil an. Man kann zum Verfeinern auch Vanille oder Zimt verwenden.
  3. Auf eine Blech verteilen (ca. 1 cm dick) und andrücken.
  4. Kalt stellen.

Gebackene Riegel:

  1. Für die gebackene Variante fügt man Süßlupinenmehl zu und schiebt das Ganze bei 180 Grad ca. 30 Minuten (Sichtkontrolle!) ins Rohr.
  2. Auskühlen lassen und zerschneiden.

 

Connys Tipp für eine Nicht-Vegane Variante

Statt Sojamilch verwendet man normale Milch (oder auch Mandelmilch). Bei der gebackenen Variante gibt man noch 1 Ei und Magertopfen zur Masse dazu.

 

 

 

 

Im Sommer: Proteineis

Der Renner im Sommer 2015 war Proteineis, was nichts anderes ist als ein gefrorener Eiweißshake. Wer hier nach guten Produkten Ausschau hält, kann sich den Sommer versüßen ohne sich Sorgen um das Gewicht machen zu müssen.  Achtung: immer darauf achten, dass im Eis nicht zuviel Zucker versteckt ist.

 

 1. Elektrolyt-Getränke

Wenden wir uns nun der Versorgung mit Mineralstoffen, Vitaminen und Spurenelementen zu. Jeder Sportler verliert über den Schweiß jede Menge davon. Dieses Defizit gilt es auszugleichen. Einer besonderen Bedeutung kommen den Elektrolyten zu, wie Kalium, Kalzium, Natrium, Chlorid und Kupfer, denn sie müssen im Körper immer in einem bestimmten Gleichgewicht vorherrschen. Anderenfalls kann es zu zum Teil lebensbedrohlichen Zuständen kommen. Immer wieder vor allem bei Hochleistungs- und Extremsportler zu gefährlichen Situationen. Der hohe Schweißverlust, v.a. bei starker Hitze und die oftmals zu hohe (!) konsumierte Wassermenge forderten sogar schon Todesfälle aufgrund es gravierenden Salzmangels. Reines Wasser ist ab einem bestimmten Leistungsgrad NICHT das ideale Getränk.

In diesem Zusammenhang ist der Begriff isotonisch, den jeder Sportler schon mal gehört haben sollte interessant. Isotonisch bedeutet, dass das Getränk die gleiche Teilchen-Konzentration wie unser Blut hat. Ein isotonisches Getränk kann daher vom Körper direkt aufgenommen werden. Ist die Teilchenkonzentration geringer als das Blut spricht man von hypton. Neben einer isotonischen Flüssigkeit kann vom Sportler auch eine leicht hypotone zugeführt werden. Stark hypotone Getränke, wie z.B. Wasser werden vom Körper gleich wieder ausgeschieden. Unbedingt vermeiden sollte man auch stark hypertone (zuckerhaltige) Getränke wie Limonaden, weil der Körper die Flüssigkeit dann sogar noch verdünnen muss.

Man braucht es nicht übertreiben, darf das Thema aber keinesfalls außer Acht lassen.Daher gibt es am Markt eine Vielzahl an sogenannten Eletrolytgetränken, die die Versorgung sicherstellen sollen.

Auch hier gilt es wieder genau hinzusehen. Manche dieser Getränke verfügen über einen außergewöhnlich hohen Kohlenhydratanteil und sind speziell für die Versorgung während längerer,  intensiver Einheiten gedacht. Andere wiederum enthalten Koffein oder Taurin und sollten einen Leistungs-Kick bewirken.

Meistens werden für die Herstellung der Getränke verschiedene Süß- und Aromastoffe verwendet. Wer diesen ausweichen will, macht sich sein Elektrolytgetränk >> am besten selbst.

 

2. Sport-Gels und Drops

Meines Erachtens haben Sportgels (Energygel, KH-Gel, …) nur bei längeren Wettkämpfen und besonders intensiven Herausforderung etwas verloren.Das Motto: maximale und schnellstmögliche Versorgung des Körpers mit Kohlenhydraten und-/oder Aminosäuren. Platzsparend und leicht zu transportieren sind Sportgels ein dankbarer Begleiter von Marathonläufern oder Triathleten. Welches Gel am besten geeignet ist, entscheidet letzten Endes die Verträglichkeit. Nicht selten mussten Wettkämpfe abgebrochen werden, weil ein nie getestetes Gel auf den Magen geschlagen ist. Der Magen reagiert bei Extrembelastungen äußerst empfindlich. Hier ein Risiko einzugehen lohnt sich keinesfalls.Daher gilt der oberste Grundsatz: Nur Gels verwenden, die man schon im Training getestet hat.Alles haben alle Sport-Gels gemeinsam: die kleben wie Kaugummi. Daher sollte man die Gels immer MIT FLÜSSIGKEIT konsumieren. Also auf jeden Fall bis zur nächsten Wasserstation durchhalten! Ansonsten empfehle ich bei längeren Wettkämpfen, wie Marathons sich im Vorfeld einen genauen Versorgungsplan zu machen, z.B. alle 10-15 km ein Gel, auch wenn man noch keine Leistungseinbußen verspürt. Der Effekt lässt nicht lange auf sich warten. Die Leistungssteigerung ist deutlich zu spüren.

Manche Hersteller bieten Gels in Form von gefüllten Gummidrops an. Getestet habe ich diese Drops noch nie, stelle mir aber zumindest vor, dass es weniger „Sauerei“ gibt.

 

3. Magnesiumampullen

Selbstverständlich gibt es im Rahmen der Sporternährung noch jede Menge anderer Spezialpräparate, auf die hier im Detail nicht näher eingegangen werden sollen. Einzig Magnesium scheint mir wichtig hervorzuheben, weil es auch für den Hobbysportler ein wichtiges Mineral darstellt. Magnesiummangel macht sich nämlich schnell bemerkbar, z.B. in Form von Krämpfen, Muskelzucken oder Kopfschmerzen.Ich empfehle Sportler daher gern mit Magnesiumampullen zu arbeiten. Diese leisten schon bei einer normalen Bergtour gute Dienste und können schon den einen oder anderen Muskelkater verhindern. Vor allem Stressgeplagte Personen profitieren von einer Extraportion Magnesium. Die Darreichungsform in einer Ampulle ist schlichtweg praktisch, da man sie leicht mitnehmen und kein Glas oder ähnliches benötigt.

 

 

 

Bleiben wir beim Lieblingsthema der Kraft-Sportler: den Proteinshakes. Eine wahre Philosophie für sich. Zumindest glaubt man das, wenn man dem ein oder anderen Gespräch der „Experten“ im Fitnessstudio lauscht. Das hört sich dann in etwa so an:  „Was?  Du nimmst noch ein Mehr-Komponenten-Eiweiß? Ich bin schon längst auf reines Whey umgestiegen!”

Sehen wir uns einmal die Theorie an: Eiweiß ist der Baustoff für unseren gesamten Körper, ergo auch für unsere Muskelzelle. Bekommt der Körper zu wenig Eiweiß (z.B. bei einer Fastenkur) muss er körpereigenes Eiweiß abbauen um das Funktionieren aller Körperfunktionen sicherzustellen. Dazu wird der Körper sich dem Eiweiß aus der Muskulatur bedienen (nicht lebensnotwendig) und Muskelmasse abbauen. Daher ist die Versorgung des Körpers mit Eiweiß immens wichtig, v.a. dann, wenn der Bedarf erhöht ist, z.B. durch Sport oder auch nach Verletzungen oder Operationen. Spricht man in diesem Zusammenhang von Eiweiß, dann geht es in der Regel immer um die sog. essentiellen Aminosäuren, den einzelnen Bausteinen von Eiweiß. (Auch wenn das den meisten Leser schon bekannt sein dürfte, hier noch mal zu Erinnerung: essentiell bedeutet hier immer, dass der Körper diese Substanz nicht selbst herstellen kann, sondern über die Nahrung zu sich nehmen muss.).

In Zeiten eines erhöhten Bedarfs gewinnen auch die sog. semi-essentiellen Aminosäuren an Bedeutung. Darunter verstehen wir Aminosäuren, die der Körper zwar selbst herstellen kann, dafür aber wiederum verschiedene essentielle AS benötigt. Dies ist zum Beispiel beim Tyrosin der Fall. Diese Aminosäure spielt für das Stoffwechselgeschehen, die Konzentrationsfähigkeit und die Leistungsbereitschaft (quasi die Motivation) eine große Rolle. Tyrosin wird mit Hilfe der essentiellen Aminosäure Phenylalanin hergestellt. Eine weitere – für Sportler wichtige – semi-essentielle Aminossäure ist das Glutamin, die mit 20% Mengenanteil im Körper am stärksten vertretene AS. Glutamin spielt daher in der Sporternährung seit jeher eine große Rolle. Vor allem nach Operationen, Verletzungen und bei intensivem Training macht es Sinn mit Glutaminpulver>> zu ergänzen.

 

 1. Proteinshakes

Die meisten Proteinshakes sprechen eine breite Masse an Trainierenden an. Im groben unterscheidet man zwischen Shakes, die dem Masseaufbau dienen (sog. Gainer oder Weight Gainer) und solchen, die zur Figurformung oder einfach zur Leistungssteigerung herangezogen werden. Diese enthalten wesentlich weniger Kohlenhydrate als die Gainer und sind auch bei Frauen beliebt. Die häufigste Variante ist das sog. Mehr-Komponenten-Eiweiß. Dabei werden mehrere Eiweißlieferanten kombiniert (z.B. Milch-, Molke-, Ei-, Sojaeiweiß, Casein, etc.) um eine möglichst hohe biologische Wertigkeit zu erhalten. (Anm.: darunter versteht man die Verwertbarkeit des Proteins, also wie gut der Körper das Nahrungseiweiß für den Aufbau von körpereigenem Eiweiß verwenden kann.).

Diese Shakes punkten neben der guten Verwertbarkeit mit gutem Geschmack. Sie werden in allen erdenklichen Geschmacksrichtungen angeboten.Bei vielen Sportlern ist reines Molkeprotein (Whey) beliebt, weil es den Körper besonders schnell mit den Nährstoffen versorgen kann und daher die Regeneration beschleunigt.

Im Zuge des Vegantrends steigt auch die Nachfrage nach veganen Lösungen. Hier kommen Shakes mit unterschiedlichen Kombinationen aus Reis-, Erbsen- und Hanfprotein in Frage, idealerweise in dieser Dreier-Kombination. Die geschmacklichen Einbußen sind hier allerdings nicht zu leugnen.Sojaeiweiß verliert zunehmend an Bedeutung, einerseits aufgrund einer starken Allergieproblematik und des Einfluss auf das Hormonsystem. Andererseits steigt die Angst vor genmanipuliertem Soja eklatant an, so dass diese vegane Variante nur mehr selten nachgefragt wird.

 

Wann konsumiere ich Proteinshakes?

Da die Shakes vor allem der Regeneration dienen, werden sie in der Regel NACH der Trainingseinheit konsumiert. Dabei kommt der sogenannte Open Window Effekt zum Tragen: direkt nach dem Training, am besten innerhalb der ersten 30 Minuten,  ist der Körper besonders aufnahmebereit für Nährstoffe.Einige Eiweißprodukte, v.a. solche die BCAAs (branched chained amino acids) enthalten, können auch vor dem Training konsumiert werden um einen leistungssteigernden Effekt zu erzielen.

Kann man Proteinshakes selbst machen?Ja, man kann. Und es schmeckt prima. Die biologische Wertigkeit wird zwar wahrscheinlich nicht an den optimierten, industriell gefertigten Shake herankommen, dafür habe ich ein natürliches Produkt, frei von Zusatzstoffen. Hier geht’s zu ein paar Rezeptideen>>

 

2. Aminosäure Kapseln

Eine gute Alternative zu Proteinshakes sind Aminosäuren in Kapselform. Das klingt zwar ziemlich medizinisch, hat aber einige wesentliche Vorteile. Generell sind Kapseln (verwendet werden vorwiegend Cellulosekapseln) die perfekte „Verpackung“ für Mikronährstoffe als Nahrungsergänzung. Man benötigt in der Regel weder Füllstoffe noch Bindemittel (wie z.B. bei einer gepressten Tablette). Da der Geschmack keine Rolle spielt werden weder Zucker oder Süßstoffe noch Aromen verwendet. Zu gut deutsch heißt das: in einer Kapsel sind immer nur Wirkstoffe drin!! (Wir gehen hier natürlich von einem hochwertigen Produkt aus). Keine unnötigen Kalorien, keine Zusatzstoffe. Auch wenn eine Kapsel chemischer aussieht, so ist sie doch im Vergleich zum Shake das natürlichere Produkt. (Anm.: die Verwendung natürlicher Rohstoffe vorausgesetzt.)

Eine Cellulosekapsel ist ca. 15 Min. magensaftresistent, d.h. die Wirkstoffe werden erst im Darm freigesetzt und nicht schon vorher von der Magensäure neutralisiert. Daher benötigt man bei Kapsel geringere Dosierungen als bei flüssigen Produkten. Auch hier gibt es wieder eine breite Produktauswahl, die durchaus sehr zielgerichtet sein kann. Ausdauersportler brauchen etwas andere Aminosäuren und sonstige Mikronährstoffe als Kraftsportler. Manche Aminosäuren zielen eher auf eine verbesserte Leistungsbereitschaft ab und dienen der besseren Motivation. Viele Sportler haben generell einen erhöhten Bedarf an Vitaminen und Mineralstoffen, usw. Daher macht es immer Sinn beim Kauf beraten zu lassen>>.

Hier ein paar Produkte, die Sinn machen und zudem doping-geprüft nach der Kölner Liste>> sind:

Sport Leistung von pure life: Ideal für alle Ausdauersportarten, enthält die für Sportler wichtigen BCAAs Leucin, Isoleucin und Valin, sowie die Aminosäure Glutamin. Außerdem noch L-Carnitin, Calcium, Vitamin C und Coenzym Q10.Kann man vor und nach dem Training nehmen.

Sport Aufbau von pure life: Ideal für kraftorientiere Sportarten oder für Ausdauersportler während der Regenerationsphase. Sorgt für eine qualitativ hochwertige Muskulatur und generell für eine bessere Regeneration

L-Tyrosin Power von pure life>>: L-Tyrosin verbessert Motivation und Konzentrationsfähigkeit. Vor langen Trainingseinheiten oder Wettkämpfen ideal.

 

 

Worauf muss ich beim Kauf von Nahrungsergänzung generell achten?

  1. Ausschließlich zu hochwertigen Produkten greifen. Man vermeidet dadurch nicht nur Verunreinigungen, sondern erhält auch die Mengen an Nährstoffen, die man braucht. (Ein Vergleich des Vitamin C Gehalts von einer billigen Vitamin C Tablette aus dem Reformhaus mit einem hochwertigen Produkt in Kapselform zeigt fast immer, dass das hochwertige Produkt – gemessen am Vitamin C Gehalt – in Wirklichkeit günstiger ist!). Gute Firmen sind immer ISO-Zertifiziert!!
  2. Darauf achten, dass die Produkte doping-geprüft nach der Kölner Liste sind.
  3. Auf natürliche Rohstoffe achten. Synthetisch hergestellte Nahrungsergänzung kann der Körper weniger gut verwerten. Es kann leichter zu Überdosierungen kommen.

 

Generell gilt: Nahrungsergänzung sollte man nüchtern mit reichlich Wasser einnehmen. Man verhindert damit, dass die Kapsel mit Nahrungsbrei vermischt wird und länger als notwendig im Magen bleibt. Aminosäuren werden meistens nach dem Training genommen. (Open-Window beachten).

Manche Substanzen behindern sich gegenseitig und müssen zeitversetzt genommen werden.

Mit Monosubstanzen, z.B. Selen oder Zink sollte man daher nicht experimentieren, sondern diese nur mit medizinischer Indikation nehmen. Besser: auf Kombipräparate setzen!

 

 

 

Das Angebot an Produkten, die die Leistungsfähigkeit beim Sport steigern sollen ist enorm. Angefangen von Protein-Shakes, Elektrolyt-Getränken, Kapseln, Ampullen oder diversen Riegeln. Jedes Sportstudio führt eine andere Marke und die Auswahl im Internet ist nahezu unüberschaubar. Dabei verfolgt jedes Produkt eine eigene Zielsetzung. Wer hier nicht durchblickt und auf das falsche Produkte setzt, verfehlt leicht das Ziel oder noch schlimmer – arbeitet überhaupt kontraproduktiv. Bestes Beispiel: eine sportliche junge Frau möchte mit Eiweißshakes ihre Figur weiter formen. Mangels Beratung entscheidet sie sich für ein Produkt mit hohem Kohlenhydratanteil. Die Folge: es kommt zu einer ungewollten Gewichtszunahme. Am Ende ist der Trainingsplan „schuld“ und im schlechtesten Fall wird das Training ganz eingestellt aus Angst vor weiterem Masseaufbau.

Daher soll dieser Blog-Artikel etwas Licht in den Dschungel der Sporternährung bringen. Wichtig erscheint es mir hier die Grundsätze zu verstehen. Das „Feintuning“ ist dann in der Regel sehr individuell und kann freilich nahezu akribische Ausmaße annehmen, was in den allermeisten Fällen (ich spreche immer noch von ambitionierten Freizeitsportlern) allerdings nicht notwendig ist.

Fangen wir mit der – sagen wir mal – ungesündesten Variante der Sporternährung an, den Riegeln.

 

1. Protein- und Eiweißriegel

Um es gleich einmal vorneweg zu nehmen. Riegel machen weder schlank, formen nicht die Figur, sind kein ultimativer Leistungsbooster noch sind sie überaus gesund. Riegel sind eine gute Variante um schnell, platz- und zeitsparend den Körper mit Energie zu versorgen. Außerdem belasten sie das Verdauungssystem in der Regel nur wenig und eignen sich daher als Snack an langen Trainings- oder auch Wettkampftagen ganz gut. Außerdem ist es immer noch besser einen Eiweißriegel zu konsumieren, als Mars, Snickers oder ähnliche Zuckerbomben. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Proteinriegeln und Kohlehydratriegel, welche in der Regel einen hohen Getreideanteil aufweisen.

     1.a. Kohlehydrat-Riegel („Müsliriegel“)

Sie dienen vor allem der Energieversorgung im Zuge von Ausdauersporteinheiten. Der Kohlenhydratanteil ist hoch und besteht meist aus diversen Flocken (v.a. Hafer) oder Pseudo-Getreidesorten wie Quinoa oder Amaranth. Die Riegel sind in der Regel (zum Teil bewusst) sehr kalorienreich. Der Zuckeranteil ist oft gewaltig, selbst wenn kein reiner Zucker, sondern Alternativen, wie z.B. Honig oder Ahornsirup verwendet werden. Auch enthalten diese Riegel oft Trockenfrüchte, wie Feigen oder Datteln, die den Kalorienzahl zusätzlich erhöhen. Zucker, Honig und Trockenfrüchte dienen hierbei auch der Konsistenz und bilden quasi den Kleber für das restliche Getreide.  Das Motto von Kohlehydrat-Riegel: viel Energie auf wenig Raum.  Wer Probleme hat, sein Gewicht zu halten, sollte daher mit der Verwendung der Riegel vorsichtig sein.

Bestes Einsatzgebiet: längere Berg- und Trekkingtouren, Skitouren, längere Mountainbike-Einheiten, als Versorgung zwischen Wettkampfeinheiten, z.B. Eishockey, Zehnkämpfe, etc.  Wer „nur“ 60 Min. joggt, braucht so einen Riegel nicht, v.a. nicht als Zwischenmahlzeit. Denkbar ist es, z.B. das Frühstück durch einen Riegel zu ersetzen, wenn eine Trainingseinheit vorausgeht oder auch folgt.

Tipps für den Kauf von Riegeln:

  • immer das Etikett studieren.
  • Je weniger Inhaltsstoffe (v.a. Zusatzstoffe), desto besser.
  • Zucker und Glucosesirup möglichst vermeiden und nach natürlichen Zuckeralternativen Ausschau halten
  • Mein Favorit: Agavendicksaft, Kokosblütenzucker (sehr teuer) oder auch Birkenzucker.
  • Ein Vergleich der Kalorienmenge lohnt sich immer.

Wer sich nicht auf die Sporternährungsindustrie verlassen möchte, kann Müsliriegel selbst machen >>.

    1.b. Protein-Riegel

Hier steht der Eiweißanteil im Vordergrund, auch wenn man einen Proteinriegel keinesfalls mit einem Shake, o.ä. vergleichen kann. Dazu ist der Zuckeranteil immer noch zu hoch und die biologische Wertigkeit zu schlecht. Auch hier dienen Zucker oder Schokolade der besseren Bindung und natürlich des besseren Geschmacks. Angeboten werden immer wieder auch „Figur-Riegel“, die z.B. zusätzlich L-Carnitin für eine bessere Fettverbrennung enthalten. Hier darf man sich nicht täuschen lassen, denn auch hier kann ein kleiner 35g Riegel auf bis zu 150 kcal kommen. (im Vergleich: ein 65g Energy-Haferriegel kommt auf ca. 240kcal) Während Getreideriegel den Körper v.a. mit Glucose und Energie versorgen sollen, dienen Eiweißriegel eher der Regeneration und werden auch nach dem Training konsumiert. Wer keine Gewichtsprobleme hat, oder sogar Masse aufbauen will, kann sich gern einen Proteinriegel als Zwischenmahlzeit schmecken lassen. Frauen empfehle ich Eiweißriegel eher als Mahlzeitenersatz (z.B. mit einem Apfel) nach dem Training.

Im Großen und Ganzen stehen Proteinriegel ein bisschen unter dem Motto „gesund naschen“ und sind immer auch ein bisschen etwas für die Seele ;-). Also lieber einen Proteinriegel nach dem Training als der Griff ins Süßwarenregal.  Selbstverständlich können Proteinriegel genauso wie die Müsliriegel gut bei längeren Einheiten eingesetzt werden. Sie enthalten jedoch fast immer Schokolade, was an heißen Tagen nicht wirklich praktikabel ist.

 

Eiweißriegel selbst machen?

Auch das ist möglich, gebacken oder auch ungebacken >>. Es erfordert ein bisschen mehr Aufwand wie die Herstellung von Müsliriegeln und ein bisschen Know-How, wenn es darum geht die richtigen Eiweißkomponenten zusammen zu setzen. Aber am Ende hat man auf jeden Fall ein 100% natürliches Produkt in Händen und weiß, was drin ist.

 

 

von Anne Hild.

Wie bleibe ich länger jung? „Typisch Frau“, werden sie wahrscheinlich sagen, aber die Frage, wie ich möglichst lange ein gesundes, erfülltes Leben führen kann, beschäftigt mich – wie wahrscheinlich jede Frau und auch so manchen Mann – seit ich Mitte 30 bin. Damals in meiner homöopathischen Praxis begann meine eigene Suche. Heute, im Alter jenseits der 50, habe ich genügend berufliche und persönliche Erfahrungen gesammelt, um auf diese Frage eine Antwort geben zu können.

Was ist nun das Geheimnis für ein langes Leben? Es liegt viel näher als wir glauben, nämlich in uns selbst, in unserem Körper. Zu Gesicht bekommen wir sie nie. Sie sind ungeliebt und mit vielen Vorurteilen behaftet. Und dennoch spielen sie in unserem Leben eine Hauptrolle, als unermüdlicher Taktgeber der wichtigsten Körperfunktionen: Die Rede ist von Hormonen. Ohne Hormone könnten wir nur wenige Tage überleben. Sie sind also lebenswichtig und es lohnt sich, ihnen mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Unser Hormonsystem ist ein vielschichtiges und komplexes System und Hormone werden, je nach Bedarf, in verschiedenen Drüsen vom Körper selbst gebildet. Sie bestimmen so wichtige Körperfunktionen, wie Wachstum, Stoffwechsel, Blutdruck, Herzfrequenz, Blutzuckerspiegel, Körpertemperatur, Wasserhaushalt, Zeugungsfähigkeit, Fortpflanzung, Schwangerschaft. Selbst unser sexuelles Verlangen und unsere Stimmungslage werden  entscheidend durch Hormone beeinflusst.

Wenn sich ab der Mitte des Lebens ihre Produktion verringert und der Hormonspiegel sinkt, beginnt das Altern. Eine 80-Jährige verfügt zumeist nur noch über zehn Prozent der Hormone, die ihren Körper in den besten Jahren durchfluteten. Die Meinung, dass ab einem gewissen Alter Hormone keine Rolle mehr spielen, ist falsch. Warum sollte man sich als älterer Mensch nicht energiegeladen und gesund fühlen wollen? Heutzutage haben wir zum Glück das Wissen, unser hormonelles Gleichgewicht bis ins hohe Alter aufrechtzuerhalten und auch in der zweiten Lebenshälfte vital zu bleiben.

Ein hormonelles Ungleichgewicht muss zunächst noch keine akuten Auswirkungen auf das Befinden haben, aber es setzt ein schleichender Prozess ein. Bereits erste Veränderungen der Lebensqualität können Hinweise auf einen abgesunkenen Hormonspiegel und einem Ungleichgewicht der Hormone zueinander sein. Im weiteren Verlauf können sich daraus ernsthafte Beschwerden und Krankheiten entwickeln.  Bei jedem unterschiedlich, aber man kann sagen, dass sich erste Störungen bei Frauen ab Mitte/Ende vierzig, bei Männern ca. 10 Jahre später, zeigen. Am Anfang sind es nur kleine „Zipperlein“, die oft verharmlost werden.

Hier einige typische Beschwerden:

  • zunehmende Müdigkeit
  • der Schlaf wird schlechter, oberflächlicher und kürzer
  • man muss nachts öfters raus
  • Gereiztheit und Stimmungsschwankungen nehmen zu
  • Gelenkschmerzen, steife Gelenke, beginnende Arthritis machen sich bemerkbar
  • die Lust auf Sex nimmt ab
  • bei Männern lässt die Erektionsfähigkeit nach
  • die Haut wird dünner und faltiger und zeigt unschöne Flecken (Altersflecken)
  • die Haare werden dünner und ergrauen
  • mit Stress kann man nicht mehr so gut umgehen
  • das optimistische Lebensgefühl nimmt ab, ebenso das Selbstvertrauen
  • die geistige Klarheit und die Konzentration lassen nach
  • man wird vergesslicher
  • Männer bekommen einen Brustansatz
  • eine schleichende Gewichtszunahme erfolgt – vor allem am Bauch-, die trotz Sport und Diät nicht weggeht
  • die Muskelmasse nimmt ab, der Fettanteil nimmt zu
  • der Stoffwechsel verlangsamt sich, manche Speisen werden nicht mehr so gut vertragen
  • die Immunabwehr wird schwächer, man fängt sich leichter Krankheiten ein
  • beginnende Hitzewallungen.

Auf die immense Bedeutung von Hormonen und wie man sie natürlich stimulieren und ergänzen kann, bin ich vor vielen Jahren durch „Zufall“ gestoßen. In den USA schon bekannt, war und ist die Therapie mit bioidentischen Hormonen in Mitteleuropa bis heute so gut wie unbekannt. Ich staune immer noch, wie wenig die sogenannte Schulmedizin davon Kenntnis hat, aber ich stelle auch fest, dass mittlerweile immer mehr Ärzte und vor allem Heilpraktiker mehr darüber erfahren möchten und das Interesse groß ist. Eine neue Idee braucht eben Zeit, bis sie akzeptiert wird. Immer mehr Menschen berichten mittlerweile über die guten Erfahrungen, sei es in den Wechseljahren, bei Stress oder anderen Störungen.

In meinem ersten Buch „Natürliche Hormontherapie“, das ich zusammen mit der Ärztin Dr. Annelie Scheuernstuhl geschrieben habe, gehen wir auf hormonbedingte Beschwerden und Krankheiten ein und wie man diese Krankheiten mithilfe von natürlichen Hormonen auf schonende Art und Weise behandeln kann.

Die Hormontherapie ist in den letzten Jahren zu Recht in Verruf geraten. Synthetische Hormonersatzstoffe, wie sie in der Pille und bei der Hormonersatztherapie eingesetzt werden, wurden künstlich verändert und verdienen den Namen „Hormon“ nicht. Es handelt sich dabei vielmehr um Medikamente, die der Organismus als Fremdkörper behandelt – mit den entsprechenden Nebenwirkungen. Hormone sind nicht patentierbar und deshalb für die Pharmaindustrie uninteressant. Anders verhält es sich mit bioidentischen Hormonen, die den körpereigenen Hormonen sowohl strukturell als auch chemisch nachgeahmt sind. Auch homöopathisch aufbereitete Hormone haben inzwischen bewiesen, dass sie dem Körper auf nachhaltige Weise zur Selbstregulation verhelfen.

Wie erkenne ich nun, ob meine Hormone aus dem Gleichgewicht geraten sind? Als erstes empfehle ich, einen Hormonspeicheltest zu machen. Mit diesem Test werden nur die freien, aktiven Hormone gemessen und auf die kommt es an. Den Test kann man bestellen und ganz einfach von zu Hause aus  machen. Das Ergebnis kommt mit einem erklärenden Text und Hinweisen für eine mögliche Ergänzung. Die Therapie kann dann in Absprache mit einem Therapeuten durchgeführt werden.

Kommen wir zurück auf die Auswirkungen des Alterns. Die Suche nach dem Jungbrunnen hat die Menschheit schon immer magisch angezogen. Umso verlockender sind heute die Aussichten in einer Zeit, in der ein großes Wissen über die komplexen Zusammenhänge warum wir altern, aus den verschiedensten Bereichen zusammengetragen wurde. Inzwischen wissen wir, welche Körperfunktionen die Hormone aufrechterhalten. Welche Hormone mit bestimmten Beschwerden in Zusammenhang stehen. Und wie der Dauerstress unserer modernen Zivilisation sich auf unseren Hormonhaushalt auswirkt.

Wer rechtzeitig dafür sorgt, dass seine Hormonproduktion auf sanfte Art angeregt wird, vermeidet typische Alterserscheinungen. Natürliche hormonstimulierende Substanzen, die in der östlichen Heilkunde in der Behandlung von Krankheiten auf eine lange Tradition zurückblicken, wirken stimulierend auf die Hormondrüsen. Der positive Effekt: Ein längeres und gesünderes Leben.

Im Körper selbst finden wir den geheimnisvollen Jungbrunnen: Neben einem intakten Hormonsystem sind eine hochwertige Ernährung und leicht in den Alltag zu integrierende Entgiftungskuren eine wichtige Voraussetzung für das Wohlbefinden. Der Verzicht auf schädigende Substanzen, ein gelassener Umgang mit Stress, regelmäßige Bewegung, eine positive mentale Einstellung, machen auf allen Ebenen fit für ein anhaltend aktives Lebensgefühl. Eine weitere wichtige Frage ist, wie wir uns im Dschungel der  angepriesenen Nahrungsergänzungsmittel mit den essentiellen Aminosäuren, Vitalstoffen, Enzymen und Mineralien optimal versorgen können. Denn auch sie haben einen wichtigen Anteil an der Bildung von Hormonen.

In meinem neuesten Buch: „Natürliches Anti-Aging – Wie Sie mit der Kraft Ihrer Hormone länger jung bleiben“ gehe ich auf all das ein und beleuchte das Thema Hormone aus einem anderen Blickwinkel: Also um die Frage: Was kann jeder –  Frau und Mann schon frühzeitig tun -, damit die Hormone auch im Alter ausreichend vorhanden und im Gleichgewicht sind. Ich teile meine persönlichen Erfahrungen zum Thema Jungbleiben und zeige verschiedene Strategien und Maßnahmen, mit denen man nicht nur  länger jung aussehen sondern auch mehr Spaß am Leben haben kann. Das Ziel ist ein gesundes, erfülltes und damit oft auch längeres Leben. Better-Aging im besten Sinne des Wortes.

Anne Hild

Anne Hild

Anne Hild