Sommer, Sonne, Sonnenschein. Es gibt kaum einen besseren Zeitpunkt um den Spaß am Sport zu entdecken. Die Qual der Wahl ist groß. Von Bergwandern zum Mountainbike, vom Schwimmen bis zur Golfrunde. Fast jeder hat seine ganz persönliche Lieblingssportart. Doch was bringen Volleyball und Co. für Figur und Kondition?

Prinzipiell gilt: Ausdauersportarten wie Schwimmen, Radfahren oder Laufen verbessern das Herz-Kreislauf-System und versorgen das Gehirn mit einer Extraportion Sauerstoff. Das macht gute Laune. Das anspruchsvollere Mountainbiken steigert außerdem die Maximalkraft und verbessert – vor allem beim Downhill – die Koordinationsfähigkeit. Die kommt auch bei vielen Spielsportarten wie Volleyball oder Golf zum Einsatz, wobei hier gleichzeitig Reaktion und Konzentration gefragt ist. Klettern ist Krafttraining von hoher Qualität und Effektivität, wo vor allem das Zusammenspiel einzelner Muskeln verbessert wird.

Sehr im Trend und gleichzeitig eines der besten Trainings für Gleichgewicht, Koordination und Tiefenmuskulatur ist die Slackline. Hier werden ca. 97% aller Muskelfasern in allen Muskeln erreicht. Dabei gilt: Vor allem die mühsamen ersten Steh- und Gehversuche bringen den besten Effekt.

von Alfred Mühlberger

Ich werde häufig in der Therapie gefragt, „ob Schwimmen gut ist“. Oft muss ich dem Patienten jedoch Einschränkungen beim Bewegungsdrang im Wasser mitgeben.

Hier ein kleiner Auszug:

  • Schwimmen kann leider nicht gegen Osteoporose eingesetzt werden. Hier fehlen die High-Impact-Kräfte, da das Wasser die Belastung auf den Bewegungsapparat zu stark reduziert und die Knochendichte damit nicht erhöht wird.
  • Des einen Leid ist des anderen Freud! Sollten Gelenksprobleme bestehen, kann Schwimmen eine Möglichkeit sein, sportlich aktiv zu werden, ohne schmerzhafte Belastungen zu produzieren (Arthrosen aller Art – Hüfte, Knie, Sprunggelenk …). Aber auch hier ist Vorsicht geboten. Probleme in der Schulter können durch Schwimmen häufig verschlechtert werden (hier ist das Aquatraining zu bevorzugen.
  • Auch Knie- oder Hüftprobleme sind keine Freunde des Brustschwimmens (hier ist auf jeden Fall Rückenschwimmen bzw. Kraulen zu empfehlen).
  • Bei Beschwerden der Lenden- bzw. Halswirbelsäule kann die Brustschwimmtechnik durch das Überstrecken des Halses und die Hohlkreuzbildung zu einer Verschlimmerung der Beschwerden führen. Darum sollte hier vor allem darauf geachtet werden, so flach als möglich im Wasser zu liegen oder idealerweiser sogar beim Beinschlag mit dem Kopf einzutauchen – am besten ist auch hier das Rückenkraulen.
  • Sollte ein bekanntes Herz-Kreislauf- Problem bestehen, kann der durch den Wasserdruck verstärkte Blutrückfluss das Herz überlasten. Hier sollte auf jeden Fall der behandelnde Arzt gefragt werden.

Da die wenigsten Schwimmer das Rückenkraulen bzw. die Kraultechnik beherrschen, dies aber die schonendsten Schwimmstile sind, kann ich die Empfehlung, einen Schwimmtrainer zu konsultieren, nur voll unterstützen. Nur mit der richtigen Technik macht Schwimmen Spaß und kann eine gute Kombination zu den anderen Sportarten sein.

Aquajogging
Aus physiotherapeutischer Sicht stellt das Schwimmen bzw. die Bewegung im Wasser eine wichtige Komponente dar. Auch wenn die typischen Schwimmstile nicht immer zu empfehlen sind. Vor allem die Aquagymnastik kommt in der Therapie häufig zum Einsatz. Viele Verletzungen bzw. postoperative Zustände lassen ein Schwimmen im herkömmlichen Sinne nicht zu, darum ist ein Training im brusttiefen Wasser vorzuziehen. Mit Hilfe des Wasserwiderstandes und diverser Hilfsmittel wie Paddels oder Schwimmbretter ist ein effektives Aufbautraining bei Verletzungen möglich.

„Die am meisten zu empfehlende Schwimm-Art ist das Rückenschwimmen. Hier wird der Körper in einer optimalen Position gehalten, die Rückenmuskeln gekräftigt und die Halswirbelsäule entspannt.“

Back to the roots

Für alle, die sich schon immer gefragt haben, wohin die Trainer mit den roten Shirts mit ihren Kunden verschwinden, sei erklärt: in die PT Lounge.

Die Personal Trainings Lounge ist im vita club der Spielplatz, wo auf unkonventionelle Art hochkoordinatives Training stattfindet. Man trainiert so wie früher hauptsächlich mit dem Körpergewicht, freien Hanteln wie auch Kettlebells. Der Trainingsschwerpunkt ist dem Gleichgewicht und funktionellem Krafttraining gewidmet. Das heißt, man trainiert Muskelketten (mehrere Muskelgruppen gemeinsam), die auch im Alltag gemeinsam belastet werden.

Zwei der Personal Trainer, Jörg Bodingbauer und Teodora Thai, haben die PT Lounge für euch vorgestellt:

Schlingentraining:
ist Ganzkörperkrafttraining mit Schwerpunkt Rumpfstabilisation
Spaßfaktor: 2
Wirkungsfaktor: 5

Tempelhüpfen:
fördert Koordination und Ausdauer
Spaßfaktor: 4
Wirkungsfaktor: 4

Medizinball-Reaktor:
Ganzkörpertraining für Rumpf, Arme mit hohem koordinativem Aspekt
Spaßfaktor: 4
Wirkungsfaktor: 4

Kettlebells:
Funktionelles Krafttraining
Spaßfaktor: 2
Wirkungsfaktor: 5

Powerbag:
multifunktionell einsetzbares Gewicht. Für statische und dynamische Bewegungen
Spaßfaktor: (je nach Übung) 2–4
Wirkungsfaktor: 3

Fitnessboxen:
optimal zum Aufwärmen, zwischendurch zum Auspowern, auch als Ausdauertraining und für die Kraftausdauer
Spaßfaktor: 5
Wirkungsfaktor: 4

Die vollklimatisierte PT Lounge ist hinter den prime Räumlichkeiten. Wer sich dafür interessiert, wendet sich an die Trainer mit den roten T-Shirts bzw. bei Jörg, er koordiniert die PTs.
personaltraining@vitaclub.at

 

 

 

 

Grundsätzlich ist Schwimmen für Menschen in jedem Lebensalter geeignet. Durch die physikalischen Eigenschaften des Wassers und deren Wirkung auf den menschlichen Körper gehört das Schwimmen zu den gesündesten Sportarten.

Schwimmen ist keine natürliche Fähigkeit und muss wie das Radfahren erlernt werden. Neben den vier Grundtechniken Rückenschwimmen, Brustschwimmen, Kraulen und Delfin gibt es auch noch zahlreiche andere Arten der Aquafitness.

Guter oder schlechter Schwimmer? Das hängt zum Großteil von der technischen Ausführung der Bewegungen in der jeweiligen Grundtechnik ab. Ziel ist es einen möglichst ökonomischen Schwimmstil zu erlernen. Deshalb ist eine solide Schwimmtechnik der entscheidende Schlüssel zum Erfolg.
Wer mit dem Schwimmen beginnt oder sich verbessern will muss „fühlen“ und „verstehen“ was im Wasser passiert. Eine Trainingseinheit mit einem Schwimmtrainer kann hier der Start in ein neues Schwimmgefühl sein. Fehler sollten möglichst von Beginn an vermieden werden. Erst einmal falsch eingeschliffene Bewegungen sind deutlich schwerer zu korrigieren.
Am Beginn sollte man sich 2 bis 3x/Woche für das Schwimmen Zeit nehmen um auch Fortschritte zu machen. Die Schwimmdauer sollte 20 bis 40 Minuten betragen, je nach konditioneller Voraussetzung dementsprechend länger.

TIPP: Ergänzendes Krafttraining, Stabilisationstrainng und Beweglichkeitstraining

Die Kinder, die Fitnesstraining notwendig haben, sind auch für den vita club schwer erreichbar. Kurse wie IRON Youngstars sind ein Schritt in diese Richtung.  Schulsport ins Fitnessstudio zu verlagern als Ausflug und Kennenlern-Chance ist eine Möglichkeit, um in frühen Jahren den Kindern die Schwellenangst für später zu nehmen.  Lehrer können sich melden und Trainer buchen. Ab 20 Schülern wird die Gruppe geteilt und es gibt 2 Trainer. Eine Gruppe schnuppert ins Kursprogramm und macht Groupfitness, die andere Trainieren an den Geräten, nach 45 min wir gewechselt. Pro Schüler  kostet das 3,60 Euro und ist zwischen 12 und 16 Uhr möglich.
Leichtes Krafttraining ist für Kids ab 12 Jahre wichtig. Es fördert  den Stoffwechsel, Knochenaufbau und Knochendichte. Mit Gewicht sollte moderat umgegangen werden. Gute Technikschulung ist wichtig. Der vita club bietet ein U18 Abo, das ab 14 Jahren  gebucht werden kann.  „Kinder kann man nur über den Spaßfaktor motivieren, nicht über den Nutzen“, weiß vita club Süd Studioleiter Christian Gasch. „Wenn man eine Bewegungsform für ein Kind findet, die Spaß macht, hat man gewonnen. Anfangs muss das gar nicht über einen Verein oder  eine bestimmte Sportart sein, sondern nur Bewegung. Die Vorbildfunktion der Eltern ist dafür natürlich entscheidend“, so Gasch. „Man darf auch nicht von Leistung sprechen. Bei Kindern, die grundsätzlich Bewegungsmuffel sind, ist der Leistungsgedanke hinderlich. Wenn Pfunde purzeln sehen die Kids ohnehin den Erfolg.  Dann ist es wichtig, die Motivation aufrecht zu erhalten und dann ev.  zu spezialisieren. Leistungsdruck wäre der Killer.
Leider zählt auch im Schulsport oft mehr die Leistung als der Spaß an der Bewegung.  Da der Schulsport immer mehr gekürzt wird, ist es umso wichtiger, Bewegung in der Freizeit zu fördern. Kleinkinder und Volksschulkinder muss man spielerisch zum Sport bringen. Spaß im Vereinswesen ist da immer am besten. „Sport ist die Aufgabe des Elternhauses. Die Basis wird zu Hause gelegt. Die Aufgabe der Schule ist die sportliche Weiterbildung. Die Aufgabe der Fitnessstudios ist die sportliche Reife und die Aufrechterhaltung des Leistungsniveaus, die Grundfitness“, so vita club Chef Christian Hörl. In Deutschland gäbe es eigene Fitnesstudios für Kinder. In Salzburg sei das nicht notwendig. Hier gäbe es genug  Grünflächen und Outdoorspielplätze sowie Vereinsleben für aktive Kinder.